Der Einzelhandel schließt in weiten Teilen vom 16. Dezember bis zum 10. Januar. Ebenfalls untersagt ist der Verkauf von Silvesterfeuerwerk. An Silvester und Neujahr gilt bundesweit ein „An- und Versammlungsverbot“.

Ausnahmen sind demnach:

  • Lebensmittel-Einzelhandel, Wochenmärkte und Direktvermarkter für Lebensmittel
  • Abhol-/Lieferdienste sowie Getränkemärkte
  • Reformhäuser und Apotheken
  • Sanitätshäuser und Drogerien
  • Optiker und Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Zeitungsverkaufsläden und Poststellen
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte

Auch für den Weihnachtsbaumverkauf gelten Ausnahmen. Dagegen werden Baumärkte, Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe geschlossen.

Kontaktbeschränkungen

Bis zum 10. Januar gelten weiterhin die Beschränkungen für private Kontakte: maximal fünf Personen aus zwei Hausständen dürfen zusammenkommen.

An den drei Weihnachtstagen wird diese Regel etwas aufgeweicht. Vom 24. bis 26.12. dürfen über den eigenen Hausstand hinaus maximal vier Personen zusammenkommen. Diese vier Personen dürfen aus mehr als einem weiteren Hausstand stammen, es muss sich aber um den engsten Familienkreis handeln. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.

Schulen und Kitas

In NRW sollten die Kitas geöffnet bleiben, allerdings appellierte die Landesregierung an die Eltern, das Angebot nur zu nutzen, „wenn es absolut notwendig ist„.

NRW hatte bereits vergangene Woche verkündet, dass ab Montag keine Präsenzpflicht mehr in den Schulen herrscht. Schüler bis zur siebten Klasse könnten sich von den Eltern vom Unterricht befreien lassen und zu Hause lernen. Ab der achten Klasse findet für alle Distanzunterricht statt.

Home Office

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollen prüfen, ob ihre Betriebsstätten für die Zeit bis zum 10. Januar geschlossen werden können – entweder durch Betriebsferien oder „großzügige Home Office-Lösungen„.

Ausgangsbeschränkungen

In NRW gibt es bislang nur lokale Ausgangsbeschränkungen. So darf man im Kreis Lippe seit Samstag zwischen 22 und 6 Uhr nur aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Dazu zählen der Weg zur Arbeit, Schule und Kita, Ausgang mit dem Hund, Arzttermine sowie die Unterstützung Hilfsbedürftiger und die Begleitung Sterbender. Ähnliches gilt in der Gemeinde Espelkamp.

Angesichts steigender Infektionszahlen erwägt auch die Stadt Solingen die Einführung einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung. Noch ist unklar, ob die Landesregierung den Plänen zustimmt. Zwar zählt Solingen mit einem Inzidenzwert von 282 zu den Corona-Hotspots im Land. Bisher wurden in NRW Ausgangbeschränkungen aber nur in Regionen verhängt, in denen der Inzidenzwert weit über 300 lag.

Gottesdienste

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Wenn volle Besetzung erwartet wird, sollen sich die Besucher anmelden.

Alten- und Pflegeheime

Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste werden besondere Schutzmaßnahmen getroffen. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests. Die Länder werden eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen anordnen. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucher verbindlich werden.